Sharin | 20.02.2010 - 00:00:01
Tribal-Dance (engl. Tribe = Stamm, Sippe)
bedeutet eigentlich wörtlich übersetzt „Stammestanz“.
Somit kann jeder Stammes- oder Volkstanz als „Tribal-Dance“ bezeichnet werden, ob ein nordafrikanischer Berbertanz, ein hawaiianischer Tanz, Tänze der nordamerikanischen Indianer oder der Massai-Krieger.
Was wir als Tribal-Style kennen, ist keine Folklore, es ist reine Fantasie. Die folkloristische Wirkung entsteht einerseits natürlich durch die Musik, und teilweise authentische Bewegungen, aber nicht zuletzt auch durch die Bildung eines Stammes.
Der „Tribal“ ist keine neue Erfindung. Es begann ende der 60er Jahre, mit dem Bauchtanz in USA, besonders in Kalifornien, tanzten immer wieder Schülerinnen von Jamila Salimpour auf mittelalterlichen Festen. Jeder, der in Kostümierung kam, erhielt freien Eintritt. Dies artete jedoch bald so aus, dass Jamila gebeten wurde, die Auftritte in gemäßigte Bahnen zu lenken. So konnte dem amerikanischen Publikum ein Überblick über das weite Spektrum der Orientalischen Tänze gegeben werden. Trotz hinweise auf die Mischung aus Kultur und Fantasie war dies für viele Amerikaner der „echte Orient“. Jamilas Tänzerinnen symbolisierten verschiedene Stämme (Tribes). So entstand wahrscheinlich die Bezeichnung „Tribal-Dance“ oder „Tribal-Style“. Eine Schülerin von Jamila war Marsha Archer. Sie nahm die Idee Ihrer Lehrerin auf, brachte aber auch eigene Vorstellungen mit ein.
Sie vereinheitlichte die Kostümierung, schuf sozusagen eine „Stammestracht“, sie brachte eine harmonische, künstlerische Note in den Tanz. So um die 1996 – 1998 begannen die ersten Frauen in Deutschland mit Tribal zu experimentieren. Das Interesse nahm ständig zu und somit war der Grundstein für eine deutschsprachige Tribal-Szene gelegt. Neue Elemente kamen hinzu und der Tanz entwickelt sich ständig weiter.
Unter der Bildergalerie findet ihr energievolle Tribal Dance Kostüme, Eure Sharin